Dat wor 1975 en janz dolle Idee vom damaligen Vürsitzenden Heiner Mühr“, sagte Willi Hölzgen, Präsident der Dellbrücker KG Uhu, bei der Boore-Sitzung in der Holweider Gesamtschule. Mühr, einst Prinz und Festkomiteepräsident, der bei der traditionellen Frikadelle-Sitzung in der ersten Reihe saß, freute sich sichtlich. Vor 35 Jahren hatte er als Parodie auf die Tänze der Korpsgesellschaften das „Dellbröcker Boore-Schnäuzer-Ballett“ begründet, das aus dem Fastelovend nicht mehr wegzudenken ist. 35 Jahre später begeistert die Truppe, zu deren Aushängeschildern das Tanzpaar mit Bert Lünenbach und Dieter Theißen (Tring vun d'r Kohjass) sowie das Zebra (Uwe Leising und Norbert Kleiner) zählen, mit einem Zehner-Tanz.
Wie in den Anfangstagen werden die neun Traditionskorps parodiert. Da imitieren die Schnäuzer die Roten Funken und nutzen ihren rot-weißen Paraplü als Knabüs. Dann wird der Schirm zum Zabel der Blauen Funken oder der Jan von Werther. Die Idee die Märsche der Korps zu einem eigenen Tanz zusammenzuführen stammt von Hajo Felser, der das Training der Schnäuzer übernommen hat.
Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht: Mit dem Schnäuzer-Pänz steht schon der Nachwuchs in den Startlöchern. Ursprünglich als Überraschung zum Silberjubiläum des großen Balletts gedacht war, gehen sie nun in die elfte Session. Die Kinder zwischen 6 und 15 Jahren - im Gegensatz zur großen Gruppe sind die Mädels klar in der Überzahl - tanzen meist zu Liedern der Paveier, die ja aus dem selben Veedel kommen.