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Das „Kölner Omnibus- Intermezzo” 1891-1894
"Den Verkehr hemmen am meisten die Pferdebahnen", sagte der Kölner Stadtrat Stübben auf einer Sitzung der Kölner Stadtverordnetenversammlung im Oktober 1890. Zu diesem Zeitpunkt waren die Pferdebahnen nach anfänglichen Schwierigkeiten seit 13 Jahren in Köln und Umgebung unterwegs. Seit 1982 wurde der Verkehr von der belgischen "Kölner Straßenbahn-Gesellschaft" betrieben. Dennoch war die Verkehrssituation zu Beginn der 90er Jahre nicht zufrie-denstellend. In Rat und Verwaltung herrschte Übereinstimmung, dass "in keiner anderen Stadt von der Größe Kölns die Verkehrsverhältnisse in der Stadt und zu den Vororten so kläglich seien wie in Köln", wie es Stübben ausdrückte.

Als eine mögliche Lösung wurden die Pferdeomnibusse angesehen, die in ihrer Fahrspur nicht festgelegt und damit flexibler und von Verkehrshindernissen wie Baustellen nicht so stark betroffen waren. Um eine sinnvolle Ergänzung des Pferdebahnnetzes zu gewährleisten, vergab die Stadt 1891 Lizenzen für insgesamt acht Buslinien an die neu gegründete "Kölner-Omnibus-Actiengesellschaft" der beiden Ingenieure Erhard Arnoldi und Max Grunewald. Am 31. Oktober 1891 nahm die erste Linie zwischen Ehrenfeld, Neumarkt und Deutz ihren Betrieb auf.

Das Unternehmen erwies sich allerdings als unrentabel, bereits im März 1894 meldete die Kölner-Omnibus-Actiengesellschaft Konkurs an. Der Besitzer der Gaststätte am Decksteiner Weiher übernahm zwölf der Busse, um darin Ausflugsfahrten zu seinem Lokal zu organisieren. Der Betrieb der restlichen Wagen wurde eingestellt.

Auch wenn die Zeit der Omnibusse in Köln vorerst beendet war, ließen sich in der Folge dennoch Veränderungen im Kölner Verkehrsnetz feststellen. Neue Strecken der Kölnischen Straßenbahn-Gesellschaft entstanden vorzugsweise dort, wo vorher die Omnibusse gefahren waren.


 


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